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Ich finde die Ausstellung sehr gut, da zum ersten mal das gesammte malerische Werk von Otto Muehl ausgestellt wurde. Zur Kommune und ihren Auswüchsen muss man sicherlich kritisch Stellung beziehen, wenngleich es nicht automatisch zu einer Gesamtverurteilung des künstlerischen Schaffens Mühls kommen darf.
Und wie schon der frz. Kulturschriftsteller Jules Antoine Castagnary so treffend bemerkte: "Die Kunst ist vor allem der Ausdruck des menschlichen Ich, das durch die Außenwelt gereizt wird" dies kann man sicherlich auf das Gesamtwerk O.M. umlegen ohne zu verharmlosen oder zu beschönigen. |
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otto muehl kann ein grandioser maler, oder ein stümper sein. das ist alles eine frage des geschmackes, nur soll er bittte im stillen kämmerlein malen so viel er will. aber scheinbar muß man in österreich um einen großen bekanntheitsgrad als maler zu erlangen, sich nicht so sehr um das malen bemühen, sondern im ausdenken von abartigkeiten. sei es das schlachten von tieren, das spachteln von eigener scheiße auf leinwand, das zerstören der psyche von kindern. alle die, werden für ihre grauslichkeiten vom österreichischen staat und kunstmäzenen noch belohnt. eine kranke gesellschaft unser österreich, pfui teufel
was gibt es für hochbegabte junge maler, die nie eine chance haben, in annähernd solchen räumlichkeiten ausszustellen wie otto muehl!
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ich finde es absolut geschmacklos und eigentlich eine frechheit, diesem menschen eine ausstellung zu widmen und seine verbrechen auch noch finanziell zu unterstützen. ich persönlich würde dies nicht mit mir vereinbaren können.
kunst ist gut und schön, aber nicht wenn andere dadurch zu schaden kommen. sicher kann man sagen, selbst schuld, daß sie damals mitgemacht haben; aber ich kann mir nicht vorstellen, daß in der anfangszeit schon feststand, welche eigendynamik das ganze bekommen würde.
besser wäre es eine ausstellung über seine verbrechen zu gestalten und das geld den opfern zukommen zulassen, die würden die unterstützung eher gebrauchen als er.
es ist für mich absolut unverständlich, wie man überhaupt auf die idee kommen kann über so einen verachtenswerten menschen eine ausstellung zu gestalten. wahrscheinlich weil das aufsehen der medien und presse erweckt wird, und so nur noch mehr besucher ins mak gehen; es hängt ja schließlich doch alles nur vom geld ab. |
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Text zur Ausstellung
OTTO MUEHL. LEBEN / KUNST / WERK
Aktion Utopie Malerei 19602004
Das Bemerkenswerte am Werk Otto Muehls ist eben jene Auffassung, durch Kunst Wirklichkeiten zu erweitern, Wirklichkeiten zu erzeugen und die Dimension des Erlebens auszudehnen. Otto Muehls zentrales ästhetisches Anliegen ist es, die Wirklichkeit zu gestalten, Bruchstücke einer als normativ begriffenen Realität zu neuer subversiver Bedeutung zusammenzusetzen. Denn Kunst nimmt Stellung zum Leben... [ mehr ]
DIE VERLORENE UTOPIE,
DAS FESTGEHALTENE LEBEN.
Otto Muehl redivivus
Peter Gorsen
kunst ist nicht abgebildete,
kunst ist gemachte wirklichkeit.
der künstler ist erfinder neuer wirklichkeiten.
Otto Muehl, 2003
Otto Muehl lebt und arbeitet seit seiner Enthaftung vor sechs Jahren in der portugiesischen Algarve, einer klimatischen Exklave am südwestlichen Rand Europas mit Dauer-Schönwetter und atlantischer Frischluft.
Er wohnt in dem von Zivilisationsflüchtlingen, ihr Kapital verzehrenden Residenzlern, schriftstellernden, malenden gesellschaftlichen ...
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DIE KOMMUNE / EINE CHRONOLOGIE
1970 war Otto Muehl fünfundvierzig Jahre alt und nahm eine grundlegend kritische Haltung gegenüber der Kunst und der gesellschaftlichen Rolle des Künstlers ein. Der radikale Schritt weg von der Kunst hin zur alternativen Lebensform bedeutete nicht nur den Neuanfang seiner künstlerischen Existenz, sondern auch die Neugestaltung seines ...
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