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14:31 | 24.03.2004 Tschuri Cazzino  
Mich spricht Muehls Werk nicht an. Seine verdiente Strafe hat er zwar abgesessen, gelernt hat er daraus offenbar nichts - Schuldeinsicht ist nicht im mindesten vorhanden. Soll er von mir aus, seine letzten Lebensjahre im sonnigen Portugal in der Bedeutungslosigkeit verbringen, dass würde ich jedem Ex-Diktator auch vergönnen.
Sein Leben und Werk wird bald ausser einige Kunst- und Kriminalhistoriker kaum mehr jemanden Interessieren.
Der größte Teil der öffentlichen Aufmerksamkeit wird ihm wegen seiner Vergangenheit als Kinderschänder (was er übrigens wider besseren Wissens nach wie vor bestreitet) zu Teil. Dass er auch Künstler ist ist Nebensache.

Tschuri Cazzino
12:29 | 21.03.2004 Karl  
Otto Mühl ist aus meiner sicht einfach ein Perversling der in seiner Jungend nicht genung Liebe erhalten hat und deswegen hyperaktiverweise durch Perversitäten Aufmerksamkeit su erhaschen.
21:33 | 06.03.2004 erwinTVedith  
was hat dr helmut zilk und dagmar koller mit otto muehl gemeinsam ????
nichts alle drei leben gott sei dank noch und haben in portugal eine freizeitinsel gefunden und niemand ist aggressiv und niemand grenzt einen anderen aus, obwohl alle drei extreme persönlichkeiten sind. wir sollten in österreich stolz auf unsere menschenrechte sein, die nicht von allen in österreich akzeptiert werden. hoffentlich bleiben uns diese rechte und bald weitere rechte noch lange erhalten.
16:41 | 05.03.2004 erwinTVedith  
wieso muss ein kuenstler in oesterreich immer erst sterben, so wie hunderte grosse oesterreicher ???? die bilder und sein kommunenleben und seine schuld, die er ja abgesessen hat, sind 2 paar schuhe.
ich gratuliere zu dieser ausstellung und den mut, somit sind wir endlich wieder einmal in der weltpresse. dieses kleine land sollte ueber jeden kuenstler froh sein, der oder die weltweit beachtet werden. in 20 jahren wird für jedes bild der 20fache preis bezahlt und in 40 jahren ???? nur dass sich die fpoe aufregt, erinnert schon wieder an die schlimmsten jahre letzten jahrhunderts
15:13 | 05.03.2004 Martin Unger  
Die derzeit im MAK laufende Otto Muehl Ausstellung hat schon vor der Eröffnung für diverse Diskussionen gesorgt. Der Sicherheitsapparat samt Securities am Eröffnungstag 02.03.2004 war gewaltig, obwohl der Künstler krankheitsbedingt der Eröffnung fernbleiben mußte. Über Art und Weise der Person Otto Muehl läßt sich streiten nicht aber über seine Bilder. Diesbezüglich habe ich eine Bilderhomepage erstellt, die ab 02.03.2004 unter
http://www.ottomuehl.at.tt
erreichbar und einsehbar ist.
LG
CEO
http://www.die-community.at.tt
http://www.the-community.at.tt

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Text zur Ausstellung
OTTO MUEHL. LEBEN / KUNST / WERK
Aktion Utopie Malerei 1960–2004

Das Bemerkenswerte am Werk Otto Muehls ist eben jene Auffassung, durch Kunst Wirklichkeiten zu erweitern, Wirklichkeiten zu erzeugen und die Dimension des Erlebens auszudehnen. Otto Muehls zentrales ästhetisches Anliegen ist es, die Wirklichkeit zu gestalten, Bruchstücke einer als normativ begriffenen Realität zu neuer subversiver Bedeutung zusammenzusetzen. Denn „Kunst nimmt Stellung zum Leben“... [ mehr ]


DIE VERLORENE UTOPIE,
DAS FESTGEHALTENE LEBEN.
Otto Muehl redivivus
Peter Gorsen

kunst ist nicht abgebildete,
kunst ist gemachte wirklichkeit.
der künstler ist erfinder neuer wirklichkeiten.
Otto Muehl, 2003

Otto Muehl lebt und arbeitet seit seiner Enthaftung vor sechs Jahren in der portugiesischen Algarve, einer klimatischen Exklave am südwestlichen Rand Europas mit Dauer-Schönwetter und atlantischer Frischluft.
Er wohnt in dem von Zivilisationsflüchtlingen, ihr Kapital verzehrenden „Residenzlern“, schriftstellernden, malenden gesellschaftlichen ...

[ mehr dazu: - PDF download ]


DIE KOMMUNE / EINE CHRONOLOGIE

1970 war Otto Muehl fünfundvierzig Jahre alt und nahm eine grundlegend kritische Haltung gegenüber der Kunst und der gesellschaftlichen Rolle des Künstlers ein. Der radikale Schritt weg von der Kunst hin zur alternativen Lebensform bedeutete nicht nur den Neuanfang seiner künstlerischen Existenz, sondern auch die Neugestaltung seines ...

[ mehr dazu: - PDF download ]